Vorveröffentlichung: Genetische Forschung in der Konfrontation mit der NS-Anthropologie

Karl Heinz Roth stellt in unserer Vorveröffentlichung aus Heft 24 der Sozial.Geschichte Online das Lebenswerk des Genetikers und Wissenschaftshistorikers Benno Müller-Hill (1933–2018) vor. Müller-Hill setzte sich intensiv mit der Rolle der Humanwissenschaften bei der Vorbereitung, Durchführung und Verwertung der nationalsozialistischen Vernichtungspraxis auseinander. 1984 veröffentlichte er „Tödliche Wissenschaft“, eine Untersuchung über die NS-Anthropologie, die in zahlreiche Sprachen übersetzt und breit rezipiert wurde. Die Vorveröffentlichung findet sich hier.

Vorveröffentlichung: Der ‚jüdische Nigger‘ Lassalle. Marginalie zu einem Brief von Karl Marx

Wolf D. Hunds Beitrag — eine Vorveröffentlichung aus unserem Heft 24 der Sozial.Geschichte Online — behandelt einen Brief von Marx, dessen bösartige Bemerkungen häufig benutzt worden sind, um Marx als Antisemiten zu denunzieren. Demgegenüber weist Hund darauf hin, dass in diesem Brief zwei (gegen Jüdischsein und Schwarzsein gerichtete) Rassismen miteinander verbunden werden. Gleichwohl betont er, dass Marx in beiden Richtungen immer eine prinzipiell emanzipatorische Position einnahm. Der Beitrag findet sich hier.

Vorveröffentlichung: Der Zwang zur Arbeit. Verwertungslogiken in den umkämpften Regimes der Anwerbe-, Flucht- und EU-Migration

Während die Zahl der Geflüchteten weiter sinkt, geht der Durchmarsch des Rassismus in der Migrationsdebatte weiter. Dabei korrespondieren die Forderung nach hermetisch geschlossenen Grenzen, die Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben an den EU-Außengrenzen und in den Ländern, in die abgeschoben wird, mit der Forderung, dass Migrant_innen sich hierorts „nützlich zu machen haben“. Gemeint ist dabei, wie auch die jüngste Vorbereitung einer entsprechenden Gesetzesinitiative durch das Seehofer-Ministerium zeigt, vor allem die Annahme von Erwerbsarbeit. Weiterlesen

Vorveröffentlichung: Karl Heinz Roth, Auseinandersetzung mit dem Griechenlandhistoriker Heinz A. Richter, Teil 2

Nachdem in Heft 21 (2017) der Sozial.Geschichte Online Teil 1 von Karl Heinz Roths Auseinandersetzung mit dem Griechenlandhistoriker Heinz A. Richter erschienen ist, machen wir hier – als Vorveröffentlichung aus Heft 22 – den zweiten Teil seines Beitrags online zugänglich. Heft 22 wird noch vor Ende April 2018 erscheinen — wie bereits das letzte Heft, auch als Printausgabe.

Zu den Ereignissen während des G20-Gipfels in Hamburg

Die Debatte um die Proteste gegen den G 20-Gipfel in Hamburg hat seit dem Sommer auch in der Redaktion unserer Zeitschrift einen großen Raum eingenommen. Wir haben uns angesichts der Bedeutung dieser Debatte sowohl für die Analyse als auch für die Praxis sozialer Bewegungen zu einer gemeinsamen Stellungnahme entschlossen, die sich hier und in Ausgabe 21 unserer Zeitschrift findet.

Debatte zu Eribons „Rückkehr nach Reims“

Didier Eribons Rückkehr nach Reims hat, mehrere Jahre nach der französischsprachigen Erstveröffentlichung, 2016 für viel Wirbel in der linksliberalen deutschen Öffentlichkeit gesorgt. Die Rezeption drehte sich allerdings vorrangig um die Frage, warum viele Arbeiter_innen rechte beziehungsweise „rechtspopulistische“ Parteien wählen. Dabei wurde nicht selten eine zentrale Botschaft des Buchs – die Kritik an der Abkehr von Klassenbegriffen – geradezu ins Gegenteil verkehrt. Peter Birke rekonstruiert den Debattenverlauf – und behauptet, dass Eribons autobiographische Erzählung tatsächlich eher Anlass sein sollte, die aktuelle Verfasstheit der bundesdeutschen Klassengesellschaft als bedeutendes Thema aufzugreifen. Peter Birkes Beitrag Abheben und Verschwinden. Die Debatte zu Eribons Rückkehr nach Reims wird in Heft 21 (2017) der Sozial.Geschichte Online erscheinen – hier unsere Vorveröffentlichung.