CfP: Neue Erfahrungen und Verbindungen in der Corona-Krise

Man sollte angesichts der Corona-Krise nicht so ergebnisoffen schreiben, erklärten unsere Freund*innen von analyse & kritik im März, sondern besser über Proteste und Kämpfe, an die anzuknüpfen wäre. Mit diesem Ziel haben wir zu Beginn des Lockdown die Einschätzung der Gruppe Blauer Montag zum Notstand der Arbeitsgesellschaft veröffentlicht. Mit vielen damals offenen Fragen: Wie kann man sich auf die dort beobachteten Konflikte um gesellschaftliche Arbeit beziehen? Was bedeutete das für den Alltag, für Sorgearbeit und Kinderbetreuung, für Geschlechter- und Migrationsverhältnisse? Wie zeigt sich der Notstand auf globaler Ebene und was ist angesichts der Pandemie mit den Aufständen passiert, die im Jahre 2019 eine große Rolle gespielt haben? Angesichts der Entwicklung im Sommer 2020 freuen wir uns zudem über (auch kurze) Beiträge, die die neue, kleinräumige Bearbeitung der Pandemie sowie die Rolle des (lokalen) Staats und der daraus resultierenden sozialen Kämpfe thematisieren, wie sie zum Beispiel in Göttingen oder Gütersloh (Rheda-Wiedenbrück) sichtbar wurde.