Black Atlantic / Atlantique Noir

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Der hier in deutscher Sprache veröffentlichte Text von Helmut Dietrich über die Verbindung zwischen geopolitischen und ökonomischen Entwicklungen und Fluchtbewegung an der nordafrikanischen Atlantikküste ist nunmehr auch in englischer und französischer Sprache erhältlich.

Helmut Dietrich’s article, originally published in German, on the connection between geopolitical and economic developments and migration flows along the North African Atlantic coast is now also available in English and French, see the link here.

Le texte d’Helmut Dietrich, initialement publié en allemand, qui traite du lien entre les évolutions géopolitiques et économiques et les flux migratoires sur la côte atlantique nord-africaine, est désormais également disponible en anglais et en français.

Wir trauern um Norbert Meder

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Die Redaktion von Sozial.Geschichte trauert um unseren Kollegen und Freund Norbert Meder. Norbert war viele Jahre lang, insbesondere in der Umstellung der Zeitschrift auf ein Online-Format, mit seinem Engagement und seinen Fachkenntnissen ein außerordentlich wichtiger Mitstreiter. Ohne ihn hätte es viele der Lösungen für technische und inhaltliche Probleme in der Erstellung der Texte, im Layout, im Satz und der Onlinestellung seit der Existenz unseres Projekts nicht gegeben. Am 24. Juni ist Norbert im Alter von 79 Jahren verstorben. Wir werden ihn sehr vermissen.

Ein Nachruf der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts findet sich hier.

Die „Black Atlantic“-Route vor der Festung Europa

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Helmut Dietrich analysiert in dieser Vorveröffentlichung zu Heft 40 jene „titanischen“ Meeresprojekte, die laut marokkanischem Königshaus die Westsahara mit ihrem vorgelagerten Meer zum Energie-Hub für Afrika und Europa und zum Hub seltener Erden für die USA machen sollen. Sie sind eingelagert in einen geopolitischen Kontext, in dem sich neuer Imperialismus und aufstrebende Regionalmächte positionieren. Inmitten dieser Konstellation, in ihrem Zusammenhang und gegen ihre Logik, entwickelt sich der Kampf der Boatpeople des Atlantiks um das Überleben und für ein besseres Leben. Der kostenfreie Text findet sich hier.

Der Operaismus in Italien. Filme, Vortrag, Diskussion

Unser Autor Sergio Bologna ist im April zu Gast auf zwei Veranstaltungen in Deutschland. Am 16. April 2026, 19 Uhr, diskutiert er in Berlin, auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, über die Anfänge und Grundbegriffe des Operaismus sowie über den Umbruch, den dieser in den 1970er Jahren erfuhr. Genaueres findet sich auf der Seite der RLS. In Hamburg werden sodann am 19. April 2026, 17 Uhr, Kino Metropolis, die Filme Scioperi a Torino (Streik in Turin) von Carla und Paolo Gobetti (32 Minuten) und Fata Morgana von Lino del Fra (elf Minuten) gezeigt, mit anschließender Diskussion.

Nachtrag: Eine Aufzeichnung der Veranstaltung mit Sergio Bologna in Berlin findet sich hier https://www.youtube.com/watch?v=gVqUealMK0Q

Minnesota, USA: „Wie wir Widerstand gegen ICE leisten“

Anschließend an die Analysen von Serhat Karakayalı, einschließlich seines Texts in Heft 39 dieser Zeitschrift, veröffentlichen wir hier ein Gespräch, das Marco Veruggio für die italienische Officina Primo Maggio sowie die Zeitschrift PuntoCritico geführt hat, wo es am 20. Februar 2026 online gestellt wurde: Es handelt sich um ein langes Gespräch mit zwei Aktivist:innenen der Bewegung „ICE out“ in Minneapolis: Janet Zahia Corcelius, Gewerkschafterin und Aktivistin der „Democratic Socialists of America“ und Rafael Gonzales, Rapper, Lehrer und Aktivist.

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Serhat Karakayalı: Zur Eskalation der politischen Krise in den USA

Seit einigen Wochen eskaliert die innenpolitische Situation in US-Städten, insbesondere, nachdem die durch die Trump-Administration aufgerüstete Bundesbehörde US Immigration and Customs Enforcement bei der Verfolgung von Migrantinnen und Migranten zwei weiße Menschen mit US-Staatsbürgerschaft getötet hat. In diesem Blogbeitrag analysiert Serhat Karakayalı die aktuelle Situation. Sein Text ist ein Update der von ihm im Dezember veröffentlichten Analyse zur aktuellen Migrationspolitik in den USA.

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Debanking stoppen!

Die Redaktion der Zeitschrift Sozial.Geschichte unterstützt eine Protestresolution gegen die Kündigung der Konten dreier antifaschistischer Organisationen durch die GLS-Bank. Ein Link zum offenen Brief der Gruppe Debanking stoppen! findet sich hier.

Zum neuen Jahr – in eigener Sache

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die unsere Zeitschrift 2025 durch Beiträge, Spenden und kritische Kommentare unterstützt haben. Wir freuen uns auch weiterhin über Spenden und Vereinsmitgliedschaften. Nähere Informationen findet Ihr / finden Sie hier. Übrigens: Sozial.Geschichte hat einen neuen Newsletter. All diejenigen, die regelmäßig von uns über Veröffentlichungen und sonstige Neuigkeiten informiert werden möchten, können sich hier anmelden: https://news.sozialgeschichte-online.de/subscription/form.

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Migration der Krise und Beschleunigung. Zur aktuellen Situation in den USA

Die Politik der Trump-Regierung bewirkt eine grundlegende Verschiebung des Migrationsregimes, weil sie einerseits den hegemonialen Diskurs umformt und andererseits tief in die soziale Reproduktion (nicht nur) von Migrant:innen eingreift. Dabei beschleunigen die rassistischen Angriffe auf Migrant:innen den Übergang in einen neuen Autoritarismus – und sind auch deshalb zentral für eine Agenda der Gegenwehr. In unserer Vorveröffentlichung zu Heft 39 von Sozial.Geschichte geht Serhat Karakayalı dieser Spur anhand einer Analyse der aktuellen Situation in den USA nach. Der Text findet sich hier:

Mathias Deichmann (1943–2025)

Am 27. Oktober 2025 verstarb Mathias Deichmann. Er war der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts langjährig verbunden und seine Biographie ist nicht zuletzt in der Geschichte der sozialen Kämpfe seit den 1960er Jahren verankert. In einem Nachruf würdigt Karl Heinz Roth seine vielseitige Persönlichkeit und sein Schaffen: Wir geben an dieser Stelle den zuerst auf der Homepage der Stiftung veröffentlichten Text wieder.

Neu erschienen: Making History. Geschichte von links

Was ist eigentlich „Geschichte von links“? Und wie lassen sich die Auseinandersetzungen darum in „die Geschichte von/der Linken“ einordnen? Diese beiden Fragen stellt ein eben veröffentlichter Sammelband, der zum 20-jährigen Jubiläum des Gesprächskreises Geschichte bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammengestellt wurde. Es werden dort Herausforderungen beleuchtet, die herrschaftskritische Geschichtsarbeit mit sich bringt. Und es werden konkrete Beispiele für vier Projekte exemplarisch dargestellt. Beiträger:innen sind unter anderem etliche Autor:innen unserer Zeitschrift. Die Redaktion selbst hat zudem in diesem Buch auch einen Beitrag über unserer Arbeit verfasst. Der Text wurde von Susanne Boehm, Jule Ehms, Bernd Hüttner und Robert Kempf herausgegeben. Er ist online verfügbar … und sehr lesenswert.

Rede gegen den Krieg bei VW

Auf der Webseite von Labournet.TV wurde jetzt eine Rede des Betriebsratsmitglieds Lars Hirsekorn veröffentlicht, der im Rahmen der Betriebsversammlung VW Braunschweig am 2. September 2025 das Problem der Militarisierung der Autoindustrie aufgegriffen hat. Zitat: „Die Weltmärkte der Automobilindustrie sind gesättigt. Egal ob in China, Europa oder den USA, überall stehen hunderttausende Autos unverkauft rum und bedrohen die Dividenden der Aktionäre. Schon seit Jahren wissen die Familien Piech, Porsche, Quandt und Musk nicht mehr, wie sie ihre Milliarden noch gewinnbringend anlegen sollen. (…) Und jetzt haben sie eine neue Anlagemöglichkeit entdeckt, eine Ware die ständig neu produziert werden muss und deren Markt im Falle eines Falles unersättlich ist. Die Familie Porsche möchte wieder Waffen produzieren.“ Die komplette Rede findet sich hier, auf Labour.net.TV empfehlen wir außerdem die Sonderseite zum Thema „Antimilitarismus im Betrieb“.

Jacques Rancière: Heutzutage hat das von den Milliardären fabrizierte Volk des Ressentiments die Oberhand

Der französische Philosoph Jacques Rancière hat sich zur Frage nach den Ursachen und Dynamiken der weltweiten Erfolge der autoritären und faschistischen Rechten geäußert. Das hier zugängliche Interview wurde von der Tageszeitung „Le Monde“ veröffentlicht und von Lars Stubbe übersetzt. Von Rancière erschienen bei Sozial.Geschichte Online zuletzt eine Sammlung von Texten aus dem Zeitraum 1975 bis 1980 (Heft 35, 2023) sowie eine Einschätzung des Endes der ersten „Trump“-Regierung im Kontext des Sturms auf das Kapitol (Heft 29, 2021). Die aktuelle Vorveröffentlichung zu Heft 39 findet sich hier:

Rancière: Interview

Eben erschienen: Sammelband zum Einsatz italienischer Arbeiter:innen im NS

Wir möchten Euch auf eine Neuerscheinung zum Einsatz italienischer Arbeitskräfte in der NS-Kriegswirtschaft hinweisen. Der von unserer Redakteurin Freia Anders mit herausgegebene Sammelband bietet neben einem systematischen Überblick unseres Autors Karl Heinz Roth über Italiens Beitrag zur deutschen Kriegswirtschaft ausgewählte Texte aus der jahrelangen Arbeit der Forschungsgruppe der „Associazione Nazionale Reduci dalla Prigionia, dall’Internamento, dalla Guerra di Liberazione e loro familiari“ (ANRP). Die Gruppe um den Mitherausgeber Brunello Mantelli präsentierte ihre Ergebnisse im Dezember 2022 im Rahmen einer von Sozial.Geschichte Online unterstützten Tagung. Hier sind sie erstmals in deutscher Sprache zugänglich: Freia Anders, Brunello Mantelli (Hrsg.): Von „Arbeitskameraden“ zu „Badoglioschweinen“. Italienische Arbeitskräfte in der NS-Kriegswirtschaft 1938-1945, Wiesbaden: VS Springer 2025, DOIhttps://doi.org/10.1007/978-3-658-47272-6. Zum Inhalt geht es hier.

Nachruf Gerd Callesen (1940–2023)

Unser Autor Gerd Callesen, der als Historiker u.a. zur deutschen und dänischen Arbeiter:innenbewegung geforscht und an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA²) mitgearbeitet hat, ist im November des vergangenen Jahres in Wien verstorben. Gerd war nicht nur einer jener transnational vernetzten Historiker:innen, die ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr politisches Engagement für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der arbeitenden Klassen niemals trennten, sondern auch ein freundlicher und solidarischer Kollege. Wir werden ihn vermissen. Ein von Detlef Siegfried verfasster ausführlicher Nachruf, der auch in der Zeitschrift Arbeiterpolitik erschienen ist, findet sich hier:

Arbeit und Migration: Tagung am 5./6. Mai in Frankfurt am Main

Am Institut für Sozialforschung findet am 5./6. Mai eine Tagung statt, deren Veranstalter:innen „prekäre Arbeits- und Lebenskonstellationen von Migrant:innen“ sowohl theoretisch als auch empirisch fundiert diskutieren wollen. Unter den Vortragenden befinden sich mit Johanna Neuhauser, Christian Sperneac-Wolfer und Peter Birke gleich drei Autor:innen, die in unserem aktuellen Heft 34 Beiträge zu oben genannten Themen verfasst haben. Mehr Informationen über die Tagung und eine Möglichkeit der Anmeldung gibt es hier. Und hier geht es zum Programm:

In eigener Sache: Wir brauchen Unterstützung!

Sozial.Geschichte Online ist eine weitgehend durch ehrenamtliche Arbeit erstellte, kostenfrei zugängliche Publikation, die dennoch in der Herstellung keinesfalls umsonst ist. Anlässlich des Jahresendes deshalb unsere dringende Bitte: Unterstützen Sie / unterstütze Du uns bitte! Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Sie können / Du kannst Texte einreichen, Mitglied in unserem Verein werden und die Papierausgabe der Zeitschrift regelmäßig beziehen. Oder Sie können / Du kannst auch einfach nur (steuerabzugsfähig) spenden. Weitere Infos und Kontaktdaten finden sich hier.

Den Kriegsdienst verweigern – in Russland, der Ukraine, überall …

Connection e.V. unterstützt seit vielen Jahren Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus und in aller Welt. Auch im Krieg, den Russland aktuell gegen die Ukraine führt, steht die Initiative auf der Seite der Verweigerer. Wir sprachen mit Rudi Friedrich, einem Gründungsmitglied des Vereins, darüber, welche Bedeutung Desertion in diesem Krieg hat, welche Behandlung Deserteure in ihren Herkunftsländern und im Exil erfahren und wie sie in der Bundesrepublik aufgenommen werden. Das Gespräch endet mit der Frage, was Kriegsdienstverweigerung zur Beendigung dieses Kriegs beitragen kann. Der Betrag ist Nr. 2 von 3 in einer kleinen Reihe von Interviews zu Perspektiven auf den Krieg des russischen Staates gegen die Ukraine „von unten“. Davor haben wir die Gruppe Karmína zu ihrer Analyse der Situation der ukrainischen Arbeiter:innenklasse befragt. Beide Text erscheinen in Heft 34 von Sozial.Geschichte Online, das Interview mit Connection findet sich hier:

Migration and Work – Theoretical Perspectives under the Impression of Multiple Crises

In many countries, including Germany and Austria, the pandemic has both exposed and generated conflicts around migrant labor. Social.History Online has published several texts on struggles of migrant workers since March 2020, including analysis of conflicts over mass infections or labor unrest in agriculture or the meat industry. Johanna Neuhauser and Peter Birke discuss theoretical perspectives with which this cycle of conflicts can be read. For a better understanding of the perspectives of anti-racist and workplace struggles, they suggest to connect critical migration and labor research. The text is a pre-publication of issue 34 of our journal, which will be published in spring 2023. Free download here: