Heft 25 ist erschienen

Hervorgehoben

Das neue Heft der Sozial.Geschichte Online ist auf den Seiten von DuEPublico als PDF erschienen und kann dort kostenlos heruntergeladen werden. Die Printausgabe von Heft 25 wird demnächst erscheinen. Das aktuelle Heft enthält Forschungsbeiträge von Peter Birke und Felix Bluhm über die neue Migration zwischen Grenzregime und Erwerbsarbeit sowie von Thomas Gräfe zum Antisemitismus im deutschen Kaiserreich, einen Beitrag Achim Brunnengräbers über die deutsche Automobilindustrie im Strukturwandel zur E-Mobilität, ein Interview mit Willi Hajek über die Gilets jaunes / Gelbwesten, einen Rezessionsessay von Ahlrich Meyer, „Wie Hannah Arendt versuchte, Karl Marx beizukommen“ anlässlich des Erscheinens der Arendt-Gesamtausgabe“, sowie zahlreiche Buchbesprechungen. Weiterlesen

50 Jahre Septemberstreiks

Beverly Silver verwies in ihrer Historiographie der Arbeitsunruhen im 20. Jahrhundert auf die Notwendigkeit, ein systematisiertes Verständnis für die aggregierte Bedeutung lokaler Arbeitskonflikte zu entwickeln, um die Dynamik von historischen Klassenbeziehungen überhaupt zu begreifen: Im Kern geht es ihr dabei nicht zentral um Klassenstrukturen, sondern um die Untersuchung einer stets erneuerten Klassenbildung, dabei verweisend auf eine Interpretation des Marx‘schen (und Polanyi’schen) Werks hin zu einem historischen und relationalen Klassenbegriff. Sie schlägt auf dieser Grundlage einen Begriff der „Arbeitsunruhen“ (labor unrest) vor, der organisierte, dokumentierte kollektive Aktionen von Arbeiter_innen bezeichnet, sei es am Arbeitsplatz, sei es im Rahmen von Arbeiter_innenbewegungen im öffentlichen Raum. Weiterlesen

Vorveröffentlichung: Ahlrich Meyer, Wie Hannah Arendt versuchte, Karl Marx beizukommen. Bemerkungen anlässlich des Erscheinens der Arendt-Gesamtausgabe

Seit vergangenem Herbst erscheint die Kritische Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts. Begonnen wurde mit dem Band 6, herausgegeben von Barbara Hahn und James McFarland. Unter dem Titel „The Modern Challenge to Tradition“ enthält der zweisprachige Band Aufsätze und unveröffentlichte Vortragsmanuskripte aus den Jahren 1952 bis 1954. Sie geben Einblick in die Entwicklung des Denkens von Arendt zwischen ihren beiden Hauptwerken The Origins of Totalitarianism (1951) und The Human Condition (1958). Im Mittelpunkt steht eine Auseinandersetzung mit Karl Marx, die Arendt ursprünglich zur Ergänzung ihrer Totalitarismus-Studien begonnen hatte und die sie zu einer eingehenden Beschäftigung mit der Tradition der europäischen Philosophie ausweitete. Dem Werk von Marx wird sie allerdings kaum gerecht, da sie es auf wenige Kernsätze reduziert. Ihre Mißdeutungen lassen sich exemplarisch am Begriff der Arbeit nachweisen. Was Marx als „Stoffwechsel“ zwischen Mensch und Natur beschrieben hatte, gerät bei Arendt zur idealtypischen Figur des „animal laborans“. Dagegen erinnert Ahlrich Meyer in seinem Essay an die kritischen Elemente im Marxschen Arbeitsbegriff. Der Text findet sich hier.

Vorveröffentlichung: Gilets jaunes / Gelbwesten – eine Zwischenbilanz

Willi Hajek hat 14 Jahre in Paris und 12 Jahre in Bochum gelebt, war und ist aktiv in der deutschen wie der französischen Gewerkschaftslinken, ist Autor im Express und anderen linken deutschen Zeitschriften. Er ist seit seiner Jugend mit den sozialen Bewegungen in Frankreich eng verbunden, als Aktivist, aber auch als Verfasser von Texten zur Geschichte der deutschen und französischen Linken nach 1968. Heute lebt er in der Nähe von Marseille. Willi berichtete zuletzt auf Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten, so auch in Hamburg, über die Proteste und Aufstände, die in Frankreich seit dem letzten Herbst stattgefunden haben. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um ihm einige Fragen zu stellen, die unter anderem an Texte zu den neuesten Sozialprotesten anschließen, die bislang in Sozial.Geschichte Online erschienen sind. Das Interview findet sich hier.

Heft 24 in der Printversion erschienen

Heft 24 ist nun auch in der Printversion erschienen. Das Heft kann, ebenso wie die noch erhältlichen Hefte 21, 22 und 23, zum Preis von 10 € unter service [at] janus-projekte.de bestellt werden. Wir beabsichtigen, auch in Zukunft unsere Hefte in gedruckter Form herauszugeben. Damit dem Verein dabei keine Kosten entstehen und wir bei einem Preis von 10 € bleiben können, brauchen wir mindestens 70 Dauerbezieher*innen bzw. Abonnent*innen. Bei der Herausgabe von 2 bis 3 Heften im Jahr handelt es sich um einen Betrag von 20 bis 30 Euro pro Jahr. Wer Dauerbezieher*in werden möchte, sende bitte eine Email an service@janus-projekte.de. Wer Mitglied unseres Vereins wird, erhält die Hefte kostenlos. Für die Vereinsmitgliedschaft bitte eine Email an SGO-Vorstand@janus-projekte.de mit der Angabe von Name und Adresse schicken. Zudem ist das Heft in folgenden Buchhandlungen erhältlich: Weiterlesen

Vorveröffentlichung der Rezension: Felix Bohr, Die Kriegsverbrecherlobby

Das im Herbst letzten Jahres publizierte Buch von Felix Bohr, Die Kriegsverbrecherlobby. Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter, hat seit seinem Erscheinen viel Aufmerksamkeit gefunden und wurde kontrovers diskutiert. Wir veröffentlichen vorab eine Besprechung von Ahlrich Meyer, die im nächsten Heft der Sozial.Geschichte Online erscheinen wird. Die Rezension findet sich hier.

Heft 24 ist erschienen

Das neue Heft der Sozial.Geschichte Online ist auf den Seiten von DuEPublico als PDF erschienen und kann dort kostenlos heruntergeladen werden. Die Printausgabe von Heft 24 wird in Bälde erscheinen. Das aktuelle Heft enthält Forschungsbeiträge von Karl Heinz Roth über das Lebenswerk des Genetikers und Wissenschaftshistorikers Benno Müller-Hill, von Ahlrich Meyer anlässlich des Reprints von H. G. Adlers Buch Theresienstadt 1941–1945 sowie von Jan-Henrik Friedrichs über Wissensproduktion und Disziplinierung im Kontext des „Radikalenerlasses“, einen Diskussionsbeitrag von Wulf D. Hund über Rassismen in einem Brief von Karl Marx sowie zwei Beiträge zum Zeitgeschehen: Ryoko Mori berichtet über die Japan-Konferenz und ihre wachsende Popularität und Stephan Krull beschäftigt sich mit dem Abgasbetrug und seinen Folgen.

Weiterlesen