A Cascade of Angers / Eine Kaskade des Zorns: John Holloway über die COVID-19-Krise

Hervorgehoben

Im fünften Beitrag unserer Reihe zur COVID-19-Krise diskutiert John Holloway deren soziale und ökonomische Folgen, einschließlich der Perspektiven, die sich daraus für eine Überwindung des Kapitalismus ergeben. Der Text findet sich oben in einer Übersetzung von Lars Stubbe sowie im englischen Original. In der Reihe sind bisher erschienen: Im April ein Text der Gruppe Blauer Montag über den Notstand der Arbeitsgesellschaft sowie von Wolfgang Völker über Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe, im Mai Beiträge von Peter Birke zu Arbeit und Migration angesichts der Skandale von Coesfeld (bis Gütersloh) sowie ein Interview mit Lou Marin und Willy Hajek über die sozialen Kämpfe in Frankreich. Über weitere Beiträge würden wir uns freuen, siehe auch unser Call for Paper.

Die sozialen Bewegungen in Frankreich in Zeiten der Pandemie. Ein Gespräch mit Willi Hajek und Lou Marin

Die COVID-19-Krise hat die sozialen Bewegungen vorläufig zum Halten gebracht, besonders auffällig in Frankreich, das in den vergangenen rund zwei Jahren nicht nur die Bewegung der Gelbwesten erlebte, sondern im Herbst und Winter 2019/20 auch den gegen die Rentenreform der Macron-Regierung gerichteten Massenstreik. Vorläufig, sicherlich, denn zugleich deuten sich mit den Protesten in den Vorstädten, den Streiks bei Amazon und in vielen Bereichen der sozialen Dienstleistungen bereits neue Konflikte an. Das hier veröffentlichte Interview mit Lou Marin und Willi Hajek ist zugleich der vierte Beitrag in unserer Reihe zu den Folgen der Pandemie für Arbeitskämpfe und soziale Bewegungen.

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Coesfeld und die Folgen: Arbeit und Migration in der Pandemie

Nach und nach werden weitere Branchen Gegenstand einer öffentlichen Debatte über gesellschaftliche Arbeit in Zeiten von Corona: Zuletzt etwa die Landwirtschaft, die Fleischindustrie, der Versandhandel, verursacht durch skandalöse Wohn- und Arbeitsbedingungen, vor allem für Arbeiter*innen ohne deutschen Pass. Peter Birke analysiert den aktuellen Diskurs sowie Konflikte und Kämpfe in Schlacht- und Zerlegebetrieben und anderen Hotspots prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse. Sein Text ist der dritte in unserer Reihe zu den Folgen der Pandemie für die Arbeitsgesellschaft, der Anfang April mit einem Beitrag der Gruppe Blauer Montag startete.