Tagungsankündigung: Soziale Kämpfe gegen Massenentlassungen und Betriebsschließungen in Ostdeutschland 1990 bis 1994

Vor 25 Jahren, am 20. Juni 1992, fand in der Berliner Kongresshalle am Alexanderplatz die 1. Konferenz Ostdeutscher und Berliner Betriebsräte und Personalräte statt. Sie wurde zum Ausgangspunkt des selbstorganisierten Versuchs eines Branchen und Regionen übergreifenden Widerstandes von Belegschaften in ganz Ostdeutschland gegen die von der Treuhandanstalt im Auftrag der Regierung Kohl durchgesetzte Politik der Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft. Der AK Geschichte der Sozialen Bewegungen Ost-West stellt in einer Tagung vom 23. bis 25. Juni 2017 in Berlin die Initiativen Ostdeutscher und Berliner Betriebsräte, Personalräte und Vertrauensleute vor und diskutiert diese anhand von Vorträgen, Analysen und Berichten von Zeitzeug/innen. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden sich in der Einladung zur Konferenz.

Buchvorstellung: Reparationsschuld

Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert. Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner stellen ihr Buch Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa zur Diskussion: Donnerstag, 6. April 2017, 19.00 Uhr, DGB-Haus Berlin, Wilhelm-Leuschner-Saal, Keithstraße 1/3, 10787 Berlin. Weitere Informationen finden sich im Flyer