Die radikale Linke im roten Jahrzehnt. Bewegungsgeschichtliche Zugänge

Mit drei Veranstaltungen rund um Themen der Bewegungsgeschichtsschreibung der radikalen Linken möchten wir den Fokus sowohl auf ein zentrales Jahrzehnt in der Entwicklung der Linken in der Bundesrepublik als auch auf Fragen des historiografischen Zugangs legen. Eine Teilstudie einer Bewegung, ein autobiografischer Bericht und eine Argumentations- und Handlungsanalyse – alles rund um das rote Jahrzehnt – verdeutlichen dabei die Bandbreite. Wie lässt sich Geschichte schreiben, ohne die Widersprüche zu glätten, ohne von heutiger Warte vorschnell zu bewerten und ohne die uneingelösten Versprechen von Emanzipation und Befreiung zu verleugnen?
Veranstaltungsort: Karl Marx Buchhandlung, Jordanstr. 11, Frankfurt am Main

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ad memoriam Christian Hartz (1961–2017)

Bereits im April ist unser Autor Christian Hartz verstorben. Wir möchten auf eine Veranstaltung am 29. September 2017 im Schulmuseum Hamburg hinweisen, die seiner Erinnerung gewidmet ist. Der Verstorbene war jahrzehntelang geschichtspolitisch aktiv. Er hat intensiv zur Zwangsarbeit im historischen Nationalsozialismus geforscht. In der Kurt und Herma Römer Stiftung hat er ab 11. März 2011 als Vorstand die wissenschaftliche Förderung betreut und impulsiv die Aufklärungsarbeit vorangetrieben. Lange Jahre engagierte er sich als pädagogischer Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Mit dem Ad-memoriam sollen seine besonderen Leistungen gewürdigt und einige seiner Überlegungen, Ideen und Ergebnisse gedanklich als Vermächtnis ausgesprochen werden. Freund*innen und Weggefährt*innen sind herzlich dazu eingeladen. Weitere Informationen finden sich hier.

Buchvorstellung: Reparationsschuld

Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert. Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner stellen ihr Buch Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa zur Diskussion: Donnerstag, 6. April 2017, 19.00 Uhr, DGB-Haus Berlin, Wilhelm-Leuschner-Saal, Keithstraße 1/3, 10787 Berlin. Weitere Informationen finden sich im Flyer