Ceuta

Hervorgehoben

30./31. Juli 2026: Es sind Zeiten und Geschehnisse, die unbändige Hoffnung machen. Ungefähr 60.000 extrem Arme, vor allem Jugendliche, Familien und Frauen haben die Außengrenze der Europäischen Union bei der spanischen Enklave auf afrikanischem Boden gestürmt, zusammen mit Geflüchteten aus anderen afrikanischen Ländern und sogar aus Algerien, trotz geschlossener Grenze zwischen Marokko und Algerien. Unter Fluchen gegen die Armut in Marokko und mit Freudenschreien („Gracias“ und „Viva España“) erinnert dieser kilometerlange Treck, der sich seit gut 24 Stunden von Fnideq und aus den umliegenden Bergen nach Ceuta hinein bewegt, an 2015, als Tausende aus Budapest Richtung Österreich und Deutschland aufbrachen. Hier in Ceuta stehen mittlerweile Panzer und Soldaten an der Grenze, aber ohne Schießbefehl und ohne Festnahme-, Identifikations- oder Abschiebekompetenzen. Die Armutsbevölkerung geht stoisch einfach an ihnen vorbei.

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