Am 26. August 2026 hat die US-Regierung das italienische Tech-Kollektiv Autistici/Inventati (A/I) ohne jegliche Beweisführung als „globale Terroristen“ eingestuft und mit Sanktionen belegt. Vermögenswerte in den USA werden eingefroren. US-Bürger*innen ist künftig die Zusammenarbeit mit dem Kollektiv, das seit 2001 eine unabhängige digitale Infrastruktur für soziale Bewegungen und Aktivist*innen bereitstellt (z. B. NoBlogs.org), untersagt. Doch nicht nur in den USA, auch in Deutschland sind Repressionen gegen Antifaschist:innen zu beobachten. Stichwort: Debanking. Davon betroffen war auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA), der nun in Berlin (erneut) die Aberkennung der Gemeinnützigkeit droht – weil sie die Kampagne „AfD-Verbot Jetzt“ unterstützt, so die Begründung der Berliner Finanzverwaltung, die sich dabei offenbar von diversen (extrem) rechten Medien treiben lässt.
Das sind nicht nur Angriffe auf einzelne Zusammenhänge – gemeint sind wir alle, die sich für eine von jeglicher Form der Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung befreite Gesellschaft einsetzen. Zugleich haben die jüngsten Angriffe eine neue Qualität, denn sie zielen nicht nur auf die technische und finanzielle Infrastruktur, sondern auf das Netzwerk und die Beziehungen. Angst soll geschürt werden, um Vereinzelung, vorauseilenden Gehorsam und Selbstzensur zu befördern. Und das aus gutem Grund, denn Solidarität ist unsere Stärke, unsere Waffe. Lasst uns deshalb dagegenhalten und das „Netzwerk namens Solidarität“ (A/I) weiter ausbauen. Unterstützt A/I: Erzählt ihre Geschichte und knüpft an ihre Arbeit an (siehe hierzu Beitrag von Medienkollektiv Sabotmedia auf Kontrapolis). Unterstützt VVN-BdA: Unterschreibt die Petition und werdet Mitglied. Denn es gibt nicht nur was zu verteidigen, sondern nach wie vor das gute Leben für alle zu erkämpfen – analog wie digital.