Hungerstreik der Sans Papiers

Seit dem 23. Mai 2021 befinden sich in Belgien mehr als 450 Sans Papiers (Menschen ohne einen gesicherten Aufenthaltstitel) im Hungerstreik. Sie protestieren gegen ihre prekäre Lebenssituation, die sich durch die Corona-Pandemie massiv verschärft hat. Bereits im Januar 2021 schlossen sich Sans Papiers-Aktivist*innen im Kollektiv Union des Sans Papiers pour la Régularisation (Union der „Papierlosen“ für die Regularisierung) zusammen. Für ihre Forderung nach einem Bleiberecht für alle Sans Papiers konnten sie – durch eine Vielzahl an Demonstrationen und Besetzungen – einige Unterstützung in der belgischen Gesellschaft mobilisieren. Dass sie nun zum äußersten Mittel greifen, liegt an der unnachgiebig harten Haltung der belgischen Regierung, die jegliche Verhandlung und Zugeständnisse verweigert.

Die Redaktion der Sozial.Geschichte Online solidarisiert sich mit dem Kampf der Sans Papiers und empfiehlt – da deutschsprachige Medien bislang kaum darüber berichten – folgende Artikel: In einem Beitrag auf mosaik-blog ordnet Charlotte Fichefet vom Unterstützungskomitee Sans Papiers ULB-VUB den Hungerstreik in die Geschichte der Proteste von Sans Papier und die aktuellen politischen Verhältnisse Belgiens ein. Über die prekäre Situation der Sans Papier und ihren kritischen Gesundheitszustand nach über einem Monat Hungerstreik informiert Marion MacGregor auf infomigrants.